artist statement 

Während des Linguistik-Studiums habe ich mich intensiv mit Semiotik und visueller Kommunikation beschäftigt, was mich schliesslich zu den neurobiologischen Grundlagen ästhetischer Wahrnehmung führte. 

Seither kreisen meine Arbeiten um unterschiedliche Zeichensysteme und der Art der Information, die in ihnen kodiert ist. Der Nukleus meiner Arbeit ist die Frage, wie Bedeutung entsteht: in Natur, Kunst, Gesellschaft.

Die Triplets sind ein Versuch, durch die Zusammenstellung von je drei Bildelementen die kleinste narrative Bedeutungseinheit zu bestimmen, vergleichbar den Basen-Triplets der DNA. Die einzelnen visuellen Einheiten lassen sich auf der Basis von Ähnlichkeiten rekombinieren und zu immer neuen Narrativen zusammensetzen.

Mich interessieren Analogien von Objekten, Strukturen und Prozessen, die Machtverhältnisse repräsentieren: Dominanz, Koexistenz, Verdrängung. 

Ich bewege mich in den Medien Malerei, Fotografie, Druckgrafik und Künstlerbuch und arbeite meist in heterogenen Werkgruppen, die oft mehr als ein Medium beinhalten. Dabei bestimmt die Ausgangssituation einer spezifischen formalen oder inhaltlichen Fragestellung das Medium, mit dem ich beginne. 

Auf der Suche nach Mustern arbeite ich gern mit Drucktechniken, um das Zusammenspiel von einzelnen Elementen und Materialien zu untersuchen. Für die Freistellung von Details aus gewohnten Kontexten  hingegen bevorzuge ich die Präzision der Digitalfotografie. Das Künstlerbuch ist von allen Medien das komplexeste und deshalb in besonderer Weise für konzeptuelle Arbeiten geeignet, da es erlaubt, Bedeutung auf verschiedenen Ebenen und auf ganz unterschiedliche Weise simultan zu kodieren.